SICHTBAR MACHEN 2021 – KULTURSOMMER IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Nach vielen Monaten Pandemie spüren wir sie alle: die Sehnsucht nach Kunst und Kultur, nach kreativer Auseinandersetzung. Wir haben uns zusammengetan und entschieden – wir machen das jetzt. Wir organisieren einen Kultursommer für Frankfurt und bringen das Theater, die Kunst wieder in den öffentlichen Raum. Drei Monate, von Juli bis September, beleben wir die Stadt mit über 130 Veranstaltungen. Denn es gibt sie, die Freiräume, die Risse im Asphalt und die Möglichkeiten, auch mit Covid-19 sicher zusammenzukommen.

SICHTBAR MACHEN – das heißt den Blick von der Ferne zurück hierher in unseren Lebensraum zu lenken, auch in diesem Jahr die Bühne zu öffnen für all jene, die hier in Frankfurt, in Hessen freie Kunst & Kultur schaffen. Wir freuen uns, diesen Raum mit Euch einzunehmen und mit Themen, Performance und unserer Solidarität zu füllen.

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© Jürgen Gries

Darstellende Künste

… sind Produzent*innen, Kritiker*innen, Vermittler*innen gesellschaftlicher Werte. Gleichermaßen sind sie diskursive Plattform für Auseinandersetzungen mit den wichtigen politischen und sozialen Fragen unserer Zeit. Dabei vermag das Performative Element seit jeher die Reflexion von Sinn & Unsinn auf vielschichtigere Weise zu behandeln als es das bloß gesprochene Wort je könnte. Aktuelle Themen, politische Diskurse in die Kunst zu tragen und dort zu konfrontieren, wahrhaftig zu berühren, Teilhabe und Teilsein spürbar zu machen, sehen wir als unsere Aufgabe. Dialog und Kommunikation ist mehr als das Verwenden von Wörtern. Das Performative befähigt zu diverser Vielfalt, zu Eigenständigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.

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20 Jahre Sommerwerft

In einer Zeit, in der die Kulturlandschaft beinahe unsichtbar geworden ist, will der protagon e.V. mit der Planung der diesjährigen »Sommerwerft« nicht nur deren 20-Jähriges Jubiläum bestreiten, sondern vor allem mit dieser eine Plattform für diverse Kunst- und Ausdrucksformen für die regionale Kulturszene bieten und diese so wieder sichtbar werden zu lassen.

Vom 23.07 bis zum 8.08.2021 wird der Kulturverein wieder Raum für die Kultur, Gemeinschaft und Dialog kreieren, der inspiriert, unterhält und vor allem wieder zum außeralltäglichen Austausch anregt. Hierfür wollen wir das Areal an der Weseler-Werft wieder in eine kleine Kulturoase verwandeln, die wir in diesem Jahr vor allem mit regionalen Aufführungen und Beiträgen kreieren möchten: Ob Theater-, Tanz- oder Performancekunst, ob Klang-, Raum- oder andere Formen der Installationskunst, Musik- oder Poesiebeiträge, ob für Erwachsene oder unseren Nachwuchs… wir freuen uns auf unterschiedlichste Ideen und Konzepte und darauf in diesem Jahr ein großes Spektrum der unterschiedlichen Kunstformen sichtbar zu machen.

© Edith van den Elzen

Reconnect

Um die Entwicklung der künstlerischen Praxis und Forschung im Bereich der Ausdruckskünste zu verstehen, ist es ist es wichtig, den Kontext zu analysieren, in dem diese Ausdrucksformen entstanden sind und sich als eine legitime Form des Wissens. Folglich wurde auch in der Kunst die hegemoniale Form des Wissen von den westlichen Kulturen hervorgebracht und die kolonialen Beziehungen zwischen den verschiedenen Kulturen und bestehenden Gesellschaften auf der ganzen Welt. Die Ökologie des Wissen ist ein vom Soziologen Boaventura de Sousa Santos geschaffener Begriff, der sich mit der Frage der die Frage der Glaubwürdigkeit von nicht-wissenschaftlichem Wissen und stellt eine Alternative für wie man einen demokratischen Prozess zur Schaffung eines demokratischen Wissens aufbauen kann.

In diesem Projekt werden wir untersuchen, was südliche Epistemologie ist und wie es möglich ist neue Formen des künstlerischen Wissens im Dialog mit dem globalen Süden in vier europäischen Ländern: Deutschland, Italien, Portugal und Zypern. Gleichzeitig wird dieses Projekt Folgendes fördern eine Erfahrung der sozialen Integration für außereuropäische Teilnehmer und öffnet den Begriff der künstlerischen Arbeit von einer monopolisierten Sichtweise hin zu einer Konstellation von Methoden und Perspektiven, die die kulturelle Vielfalt in die künstlerische Arbeit einbeziehen. Unser Ziel ist es, künstlerische Dialoge zu schaffen, die auf der Ökologie des Wissens basieren, und zu analysieren die kolonialen Beziehungen von künstlerischen Praktiken und Wissen zu analysieren. Das Projekt wird intellektuelle Outputs, die auf der Koexistenz verschiedener Formen der Wissenskonstruktion basieren.

Veranstaltungen

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Covid-19 Infektionsschutz

Hygienemaßnahmen sind bei allen Projekten und auf dem Gelände seit Monaten konzipiert, werden umgesetzt und funktionieren gut. Wir bitten, alle Besucher*innen die Regeln vor Ort zu beachten. Es gibt getrennte sanitäre Bereiche auf dem Gelände, um die hier lebenden Menschen und auch die Besucher vor Infektionen zu schützen. Vielen Dank!

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